Nordkorea: Eine wegweisende Erklärung

Ich werde, jeder mag raten ob aus Spaß oder welchen Gründen auch immer, eine Erklärung als wegweisend beschreiben in welcher faktisch einfach mal gar nichts steht. Oder meint etwa jemand, in dem folgenden Text finde sich irgendwas wirklich wichtiges, gehaltvolles, außer der Vereinbarung über den Austausch sterblicher Überreste, die ich selbst gleich rausgenommen habe?

1. Die Vereinigten Staaten und die DVRK verpflichten sich, neue Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Demokratischen Volksrepublik Korea zu schaffen im Einklang mit dem Wunsch der Völker beider Länder nach Frieden und Wohlstand.

2. Die Vereinigten Staaten und die Demokratische Volksrepublik Korea werden gemeinsame Bemühungen einsetzen zur Schaffung eines dauerhaften und stabilen Friedensregimes auf der koreanischen Halbinsel.

3. In Bestätigung der Panmunjom-Erklärung vom 27. April 2018 verpflichtet sich die DVRK, auf eine vollständige Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel hinzuarbeiten.

In Anerkennung, dass das Gipfeltreffen zwischen den USA und der DVRK – das erste in der Geschichte – ein epochales Ereignis von großer Bedeutung war, das die jahrzehntelangen Spannungen und Feindseligkeiten zwischen den beiden Ländern überwindet und eine neue Zukunft öffnet, verpflichten sich Präsident Trump und der Vorsitzende Kim Jong Un, die Bestimmungen in dieser gemeinsamen Erklärung vollständig und zügig umzusetzen. Die Vereinigten Staaten und die DVRK verpflichten sich, zum frühestmöglichen Zeitpunkt von US-Außenminister Mike Pompeo und einem hochrangigen DVRK-Beamten geleitete Folgeverhandlungen zur Umsetzung der Ergebnisse des US-DVRK-Gipfels abzuhalten.

Präsident Donald J. Trump aus den Vereinigten Staaten von Amerika und der Vorsitzende Kim Jong Un von der Kommission für Staatsangelegenheiten der Demokratischen Volksrepublik Korea haben sich dazu verpflichtet bei der Entwicklung neuer Beziehungen zwischen den USA und der DVRK sowie bei der Förderung von Frieden, Wohlstand und Sicherheit der koreanischen Halbinsel und der Welt zusammenzuarbeiten.

Also, warum sollte so etwas wegweisend sein? Die Antwort ist, dass hier eine Lösung für ein Problem aufgezeigt wird, welches ich bisher für faktisch unlösbar hielt. Nämlich die Frage nach der nuklearen Abrüstung Nordkoreas. In der Tat, dieses Problem schien unlösbar, schließlich weiß jeder, was Regierungen von Staaten droht, denen die USA feindlich gesinnt ist, aber die keine Atomwaffen haben. Ghadafi und Sadam Hussein lassen grüßen, und auch dem Iran wurde gerade vorgeführt, was Atomabkommen mit den USA wert sind. Also, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist Kim Jong Un kein Selbstmörder, also wird er seine Atomwaffen nicht abgeben. Andererseits, Nordkorea als Atommacht anerkennen ist etwas, was die USA niemals machen würde. Unter Leuten wie Obama sowieso nicht, weil diese an Spannung dort interessiert sind, aber selbst Trump könnte es sich nicht leisten, weil in diesem Fall das Aufgeben der amerikanischen Position viel zu zentral und zu offensichtlich wäre. Was könnte es hier für eine Lösung geben?

Aber, Überraschung, es gibt eine Lösung. Und die Erklärung bietet diese Lösung. Der Schlüssel ist die Anerkennung der Entnuklearisierung ganz Koreas als Ziel. Aber dies ohne konkreten Fahrplan, ohne Zeitplan, ohne jede Details. Und genau das ist der Schlüssel.

Mit der Anerkennung der Entnuklearisierung Koreas als Fernziel hat Trump all das, was er braucht, um dies als außenpolitischen Erfolg feiern zu können. Dazu braucht Trump glücklicherweise nicht viel (in dieser Hinsicht könnte man ihn fast einen genügsamen Menschen nennen, der sich auch mit wenigem zufriedengibt, SCNR). Das unlösbare Problem schwebt nun irgendwo auf Wolke sieben, solange, bis sich vielleicht einmal irgendwann jemand drum kümmert.

Nur, warum sollte das irgendjemand tun? Trump hat kein Interesse daran. Ihm ist genauso klar wie jedem anderen, dass das Problem nicht lösbar wäre. Der einzige Grund für ihn wäre also, aus seinem Erfolg (und Erfolg ist nun mal was er beschließt als Erfolg zu betrachten) noch nachträglich einen Misserfolg zu machen. Kim Jong Un sowieso nicht. Die Russen und die Chinesen erst recht nicht.

Und, nebenbei gesagt, so etwas wie einen Fahrplan gibt es ja doch. Die Reihenfolge der Punkte ist ja immer auch eine Rangfolge. Die Entnuklearisierung ist Punkt Nummer drei. Nummer drei!!! Und was sind die Punkte eins und zwei? Ein Friedensregime und neue Beziehungen mit dem Ziel von Frieden und Wohlstand. Wo dies nun einmal die Punkte eins und zwei sind, kann man ja ihre Lösung erst einmal beginnen, auch ohne dass Punkt drei bereits gelöst ist.

Mit anderen Worten, in dieser Anordnung der Punkte wird, ohne dass es so gesagt wird, gesagt, dass die Denuklearisierung erst einmal warten kann, bis zum Sankt Nimmerlein, was zuerst gemacht werden muss, ist ein Friedensschluss einschließlich Aufbau von neuen Beziehungen.

Und, als besondere Absicherung, werden sich die Globalisten nicht einmal darüber aufregen können, wenn Kim seine Atomwaffen behält. Denn in der Erklärung steht nun einmal als Ziel die Denuklearisierung der gesamten koreanischen Halbinsel. D.h. die Amis müssten auch ihre Nuklearwaffen abziehen. Und weil dies etwas ist, was die Globalisten am allerwenigsten möchten, werden sie kaum allzu laut fordern, dass dieser Punkt drei umgesetzt wird.

Die Blamage der Globalisten III: Chemiewaffenfabriken bombardieren

Eine Allianz aus Frankreich, UK, und US (was sich sehr schön als FUKUS abkürzen lässt) hat, als Vergeltung für den angeblichen Giftgasangriff, Syrien angegriffen. Die militärische Aktion selbst ist schon für sich eine beispiellose Blamage:

  • FUKUS haben sich brav an die russischen Vorgaben gehalten, unter denen es auf einen Gegenschlag verzichtet, und sind somit „chicken“.
  • Von den 103 Cruise Missiles wurden 71 abgeschossen. Zwei explodierten nicht und wurden inzwischen nach Russland geschickt.
  • Von den Cruise Missiles, die gegen gut verteidigte militärische Objekte (Militärflughäfen) gerichtet waren, kam keine einzige am Ziel an. Getroffen wurden lediglich nur schwach verteidigte Objekte ohne militärische Bedeutung.
  • Die amerikanische Version (alle Raketen sind angekommen, alle Ziele zerstört) ist so lächerlich, dass selbst SOHR mehr als 65 Abschüsse zugab.
  • Die Behauptung, die getroffenen Ziele wären relevant für die Chemiewaffenherstellung gewesen, würde die Aktion zu einem Kriegsverbrechen machen.
  • Mit Macron und May sind die Führungsfiguren der Globalisten voll mit dabei.

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Die Blamage der Globalisten II: Giftgas in Douma

Gleich nach Skripal ging es weiter, nämlich wieder einmal mit einem False Flag Gasangriff in der Stadt Douma. Der Unterschied zu früheren solchen Angriffen ist nicht, dass die anderen keine False Flag Angriffe gewesen wären, sondern in der Offensichtlichkeit der Fälschung. Trotzdem, der Westen reagierte wie vorher geplant, ohne Rücksicht auf Verluste, und der Schaden für den Westen potentierte sich. Kurz zusammengefasst, zeigt der Angriff folgendes:

  • Der Westen kümmert sich bei seinen False Flag Attacken überhaupt nicht darum, ob der angebliche Täter überhaupt ein Motiv hat – dass so ein Angriff Assad schadet interessiert überhaupt nicht.
  • Einfache Behauptungen, unterlegt mit ein paar Videos, die leicht als Fakes zu erkennen sind, reichen dem Westen als „Beweis“ aus.
  • Der Westen gibt nicht einmal mehr vor, überhaupt an Aufklärung interessiert zu sein – er greift in der Nacht nachdem Zeugenaussagen aufgetaucht sind, die belegen, dass eines der Videos gefaked ist, und einen Tag bevor die OPCW beginnen soll, den angeblichen Tatort zu untersuchen.
  • Bei der „Bestrafung“ kümmert sich der Westen überhaupt nicht mehr um das Völkerrecht. Er bombardiert wann und wen er Lust hat zu bombardieren.

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Die Blamage der Globalisten I: Skripal

Die Globalisten haben sich gerade gewaltig blamiert. So gewaltig, dass man sich einfach nur an den Kopf fassen muss. Das erstaunlichste an dieser Veranstaltung ist: Wie können die Globalisten so dumm sein, sich auf diese Art und Weise vorführen zu lassen?

Die Blamage ist so groß, dass ich sie unterteilen muss in mehrere Beiträge. Der erste Beitrag betrifft den Fall Skripal. Hier haben sich die Globalisten angestrengt, der Welt folgendes zu zeigen:

  • Anschuldigungen der Globalisten gegen Russland scheren sich überhaupt nicht um die Wahrheit, nicht mal darum, ob die Anschuldigungen überhaupt plausibel sind. Was man leicht erkennen kann, weil Russland keinerlei Motiv hatte es zu tun, aber ein starkes, es nicht zu tun.
  • Es kümmert überhaupt nicht, dass die Motivlage eher auf die Gegner Russlands zeigt.
  • Die Indizien, die vorgebracht wurden, sind lächerlich. Sie sind inzwischen widerlegt, aber das kümmert niemanden.
  • Die Bestrafung erfolgt ohne jede Beziehung zu irgendeinem Schuldnachweis.
  • Rechtliche Verpflichtungen kümmern GB überhaupt nicht mehr.
  • Behauptungen, es gäbe Geheimdienstbeweise, die man wegen Quellenschutz nicht veröffentlichen könnte, die aber die Politiker hätten, wurden lächerlich gemacht.
  • Als eigentliche Ursache für die trotzdem gezeigte „Solidarität“ anderer Staaten zeigte sich einfach nur blanker politischer Druck aus Washington.
  • Die Europäer wurden aufgeteilt in anständige Politiker, die dem Druck, sich unethisch zu verhalten, nicht nachgaben, und von den USA erpressbare Waschlappen.

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Wie man Putin-Interviews verfälscht

Im Zusammenhang mit der koordinierten Hetze gegen Russland im Zusammenhang mit dem Skripal-Fall wurde öfter mal auch ein Video Putins von 2010 wieder aufgewärmt. Der Independent beschreibt dieses Video so:

A video has re-emerged online that shows Vladimir Putin issuing apparent death threats to Russia’s “traitors”.

In the clip the Russian President is seen warning that those who betray the country would face consequences.

Also, grob übersetzt, ein Video sei aufgetaucht welches zeigt, wie Wladimir Putin Morddrohungen gegen russische Verräter macht. Der Clip zeige den russischen Präsidenten, wie er warnt, dass die, die ihr Land verraten, Konsequenzen zu erwarten hätten.

Wie üblich wenn westliche Quellen Putin oder andere russische Politiker zitieren, ist es ratsam, sich das Original zu besorgen und zu vergleichen. Ich hab das auch schon früher gemacht. Und auch hier wieder ein Treffer.
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