Archiv für Juli 2015

Wieder mal über die Lügenpresse

In einem Forum hatte ich eine nicht sehr freundliche Einschätzung der Objektivität der Westpresse, insbesondere zur Ukraine, abgegeben. Prompt wurde ich am 19. Juli herausgefordert, das doch mal zu belegen.

Tja, gut, Herausforderungen sind gut dazu, angenommen zu werden. Also, wo beginnt man mit der Suche nach Lügen zur Ukraine, wenn man sowas nicht schon vorbereitet hat? Naja, man nimmt einfach eine bekannte westliche Zeitung und sieht nach, was sie so aktuell zur Ukraine schreiben. Das Forum war englischsprachig, da bietet sich an, mit der New York Times zu beginnen.

Und da findet sich doch am 18. Juli ein Artikel über ein Video, was neulich aufgetaucht war. Könnte man ja mal nachsehen. Ups, das hatte ich schon gesehen, auf irgendeiner neurussischen Seite, nur wo verdammt noch mal? Egal, mal sehen was die dazu schreiben. Hm, irgendwie fehlt da was.

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Der Default als natürlicher Ausweg

Der griechische Staat ist pleite. Der Grund: Schulden.

Naiverweise könnte man annehmen, dass es moralisch geboten wäre, zu haushalten, um die Schulden zurückzuzahlen. Nur, es handelt sich hier nicht um Schulden von Privatpersonen oder Firmen, sondern von Staaten. Und es ist gezielte US-Politik – wie sie, beispielsweise, im Buch von Perkins „Confessions of an Economic Hit Man“ beschrieben sind – Staaten in Schuldenfallen stürzen zu lassen, aus denen sie nie mehr herauskommen können. Für die USA ist dies billig – die Dollar drucken sie selbst – und für die Politiker, die die Schulden aufnehmen, lohnt es sich sehr. Der Staat selbst ist danach in einer Schuldenfalle, und muss der US-Politik gehorchen, um Fortsetzungskredite zu bekommen, die nichts weiter bringen als die Zinsen zu bezahlen.

Was passiert aber nun, wenn der betroffene Staat einfach die Staatspleite erklärt und gar nicht mehr zahlt? In diesem Fall ist das, was die Amerikaner tun, einfach nur ein Wirtschaftskrieg, der natürlich, wie üblich, mit einem liquiden Krieg gegen die aktuelle Regierung kombiniert wird. Das Ergebnis wäre voraussagbar, die Regierung würde gestürzt, danach würde die USA den neuen Machthabern mit Krediten für den „Wiederaufbau“ „helfen“ – natürlich, was nicht weiter erwähnt wird, nachdem diese die alten Schulden wieder anerkannt werden.

Das ist aber nun der Punkt, an dem die gerade im Entstehen begriffene multipolare Welt die Situation ändern könnte. Was, wenn der Staat seine Pleite erklärt, dann aber, mit einem US-Wirtschaftskrieg konfrontiert, bei den anderen Polen der multipolaren Welt auf Hilfe hoffen kann?

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