Die Blamage der Globalisten II: Giftgas in Douma

Gleich nach Skripal ging es weiter, nämlich wieder einmal mit einem False Flag Gasangriff in der Stadt Douma. Der Unterschied zu früheren solchen Angriffen ist nicht, dass die anderen keine False Flag Angriffe gewesen wären, sondern in der Offensichtlichkeit der Fälschung. Trotzdem, der Westen reagierte wie vorher geplant, ohne Rücksicht auf Verluste, und der Schaden für den Westen potentierte sich. Kurz zusammengefasst, zeigt der Angriff folgendes:

  • Der Westen kümmert sich bei seinen False Flag Attacken überhaupt nicht darum, ob der angebliche Täter überhaupt ein Motiv hat – dass so ein Angriff Assad schadet interessiert überhaupt nicht.
  • Einfache Behauptungen, unterlegt mit ein paar Videos, die leicht als Fakes zu erkennen sind, reichen dem Westen als „Beweis“ aus.
  • Der Westen gibt nicht einmal mehr vor, überhaupt an Aufklärung interessiert zu sein – er greift in der Nacht nachdem Zeugenaussagen aufgetaucht sind, die belegen, dass eines der Videos gefaked ist, und einen Tag bevor die OPCW beginnen soll, den angeblichen Tatort zu untersuchen.
  • Bei der „Bestrafung“ kümmert sich der Westen überhaupt nicht mehr um das Völkerrecht. Er bombardiert wann und wen er Lust hat zu bombardieren.

Giftgas in Douma

Giftgasangriffe, die angeblich von Assad durchgeführt wurden, gehören inzwischen zum Alltag im Informationskrieg. Und die Punkte, die für alle diese angeblich von Assad durchgeführten Giftgasangriffe gelten, gelten hier genauso.

Vor allem, dass ganz offensichtlich Assad keinerlei Motiv hat. Im Gegenteil. Assad ist, seit die Russen gekommen sind, im Bürgerkrieg auf der Gewinnerstraße. Der IS ist faktisch besiegt, Aleppo und Deir Ezzor wurden befreit, das westliche Ufer des Euphrat ist größtenteils unter syrischer Kontrolle, ein nicht unerheblicher Teil der Enklave Idlib und eine riesige Menge kleinerer Terroristenenklaven im Umfeld von Damaskus wurden zur Aufgabe gezwungen. Die einzige Gefahr für seinen Sieg im Bürgerkrieg ist eine Eskalation durch ein direktes Eingreifen der USA oder anderer westlicher Staaten. Der Westen hat ganz offiziell gesagt, was ihn dazu bewegen könnte, militärisch direkt einzugreifen – Giftgasangriffe. Und deshalb ist es völlig offensichtlich, dass Assad so etwas am allerwenigsten tun würde. Hingegen ist genauso offensichtlich, dass die Terroristen genau wie alle die, die am Sturz Assads interessiert sind, also insbesondere die Globalisten, sehr daran interessiert sind, dass Assad solche Angriffe „nachgewiesen“ werden können. Also, die klassische cui bono Frage gibt eine eindeutige Antwort: Es ist nicht Assad, der Giftgas einsetzt.

Ähnlich wie im Fall Skripal und in früheren angelichen Giftgasangriffen kommt auch hier hinzu, dass es keine Beweise gibt, sondern lediglich einige ziemlich schwache Indizien gibt – faktisch nur Behauptungen von Weißhelmen, also dem medizinischen Dienst von Al Qaida, der schon lange diskreditiert ist, und ein paar Videos. Insbesondere ein sehr seltsames Video, welches einen Gaskontainer zeigt, der in einem Holzbett liegt, und angeblich von oben durch das Dach hindurch dort reingefallen sein soll – ohne das Bett auch nur kaputtzumachen, und ein Video aus einem Krankenhaus, wo sich die Leute gegenseitig mit Wasser bespritzen und ein paar Kinder Atemhilfe bekommen wie sie bei Asthma üblich ist. Dies war so ziemlich alles. Grob gesagt, es gab faktisch nicht mal ernsthafte Beweise, dass es überhaupt eine Giftgasattacke gab. Dafür, dass Assad der Schuldige ist, gab es überhaupt nichts außer Behauptungen. Schon dass man bei solch einer dünnen Beweislage überhaupt auf die Idee kommt, Assad wegen des Giftgasangriffs mit einer Bombardierung zu bestrafen, zeigt eigentlich jedermann, dass es es gar nicht um Giftgas geht, sondern man bombardieren wollte.

Aber dieser angebliche Giftgasangriff hat auch noch einige spezielle Eigenschaften, die ihn von früheren unterscheiden. Die wohl wichtigste: Er fand auf einem Gebiet statt, welches kurz vor der Aufgabe durch die Terroristen stand, und sie gaben dann auch prompt am nächsten Tag auf und ließen sich nach Idlib fahren. Und damit passierte etwas, was bei früheren Angriffen nicht möglich war – die Syrer und Russen konnten direkt vor Ort selbst ermitteln. Und dies zeigte auch sehr schnell Ergebnisse. Es gelang, einige der Personen, die in einem der Video in einem Krankenhaus aufgenommen wurden, zu finden – Ärzte in dem Krankenhaus, in dem die Aufnahmen stattfanden – und die sagten aus, dass es gar keine Giftgasopfer gab, sondern lediglich lediglich einige Patienten mit normalen Rauchvergiftungen nach einem Brand. Dann kamen einige Leute mit Kameras und machten Panik mit Behauptungen, es wäre ein Giftgasangriff gewesen, begannen, die Leute mit Wasser zu bespritzen und Kindern Asthmamedizin zu geben, und nahmen alles auf. Das Video aus dem Krankenhaus was also eine Fälschung.

Dass dies eine Fälschung ist, wurde bekannt, bevor die westlichen Alliierten ihren Angriff auf Syrien begannen. Kann man sich überhaupt einen klareren Beweis ausdenken, dass der Westen gar nicht an der Wahrheitsfindung interessiert war, als dass einfach ignoriert wird, dass?

Man kann – nämlich den, den es noch zusätzlich gab. Am Tag nach dem Angriff sollte eine offizielle Delegation des OPCW erstmals den angeblichen Tatort besuchen. Warum wartet man nicht wenigstens ab, was denn dieser Besuch herausfindet? Völlig unabhängig davon, was man glaubt, dass eine solche Untersuchung vor Ort ergibt oder nicht, wenn man auch nur im Geringsten an der Wahrheitsfindung interessiert wäre, würde man sie natürlich abwarten.

Wir sehen also gleich zwei höchst überzeugende Beweise dafür, dass es dem Westen überhaupt nicht mehr auf das reale Geschehen ankommt. Die Behauptung, es hätte einen Giftgasangriff gegeben, wird dadurch faktisch ganz unverhüllt, geradezu demonstrativ, zu einem reinen Propagandavorwand reduziert.

Weiterhin wird von Macron behauptet, er hätte klare Beweise vorliegen. Wie üblich, Geheimdienst-Beweise. Allerdings wird er doch dazu gebracht, sie zu veröffentlichen – und es stellt sich heraus, dass sie im Vergleich zum bereits allgemein bekannten nicht Neues enthalten. Eine weitere Diskreditierung der in der Propaganda des Westens oft vorgebrachten Behauptung, man hätte vom Geheimdienst Beweise bekommen.

Als wenn das noch nicht ausreichen würde, führt man der Welt noch ein weiteres Mal vor, dass man sich überhaupt nicht mehr an irgendein Völkerrecht gebunden fühlt, und verstößt offen und demonstrativ gegen die UN-Charta. Nur zur Erinnerung, es gibt nur eine Variante, wie man solch eine Bombardierung völkerrechtlich begründen könnte, und das wäre durch einen Beschluss des UN-Sicherheitsrates. Den hat es nicht gegeben, und trotzdem wurde bombardiert.

Man könnte einwenden, das alles sei nicht so besonders neu – auch bei dem angeblichen Chemiewaffenangriff vor einem Jahr in Chan Sheikhun war die Anschuldigung völlig an den Haaren herbeigezogen. Auch da wurde offen gegen das Völkerrecht verstoßen. Allerdings ist die aktuelle Situation deutlich krasser, einfach weil der Angriff deutlich schlechter gefakt worden war, die Russen zum Zeitpunkt des Angriffs schon klare Beweise vorgelegt hatten, dass zumindest eines der Videos eine klare Fälschung war, und klar war, dass die OPCW direkt vor Ort würden Untersuchungen durchführen können, diese jedoch nicht abgewartet wurden. Eine solch offene Ignoranz der Fakten gab es voriges Jahr nicht. Lediglich die offensichtliche Motivlage wurde völlig ignoriert, und die Kritik der Videos, die die Weißhelme produziert haben, wurde ignoriert. Die völlige Ignoranz der Zeugenaussagen zum Video wie auch das Nichtabwarten der Untersuchung vor Ort sind hingegen eine so krasse demonstrative Ignoranz der Realität, dass zumindest ich mir so etwas Krasses voriges Jahr noch nicht vorstellen konnte.


1 Antwort auf „Die Blamage der Globalisten II: Giftgas in Douma“


  1. 1 Norbert 23. April 2018 um 19:32 Uhr

    Ja, leider alles wahr.
    Und es tur gut zu sehen, dass inzwischen viele Menschen diese Erkenntnis teilen.
    Selbst im ZDF – Heute 19:00 20.4.2018 Uli Gack beginnt die Lüge offensichtlich zu werden.
    Es kann dieses Jahr noch spannend werden. -
    Auch mit Trump: der wollte, konnte aber vielleicht nicht anders.

    Und die leeren drei Gebäude, keine Toten, drei Verletzte sind evtl. das so ermöglichte Treffen mit Putin wert.
    Man wird sehen.

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